Kategorie-Archiv: Strafe & Alternativen

Kurzmitteilung

[ 23. April 2020; 19:00 bis 22:00. ] auf dem Hoffest der G16, mehr dazu demnächst

Film TO GERMANY WITH LOVE in KÖLN

11. März 2020
19:00bis22:00

11.03. 19h Filmpalette, Lübecker Str.15, 50668 Köln -Eigelstein
Eintritt 7,- (6,-) Euro

Wie kann ein Menschen nach einem Verbrechen mit dieser Tat umgehen. Der Film «To Germany, with love» (engl. Titel »The Worst Thing« ) von der Regisseurin Desireena Almoradie zeigt dies anschaulich.
1985 verlor Kathleen ihren Bruder Eddie, einen U.S. amerikanischen Soldaten, durch einen Anschlag der Roten Armee Fraktion (RAF). Viele Jahre später, beschließt sie, die Gruppe zu suchen, die für seinen Mord verantwortlich ist. Der Film begleitet Kathleen auf ihrer Reise nach Deutschland, um mit ehemaligen Mitgliedern der RAF Frieden zu schließen.
Der Film wird in OmU gezeigt. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Rehzi Malzahn statt. Sie hat 2018 den Sammelband »Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung« herausgegeben. Sie arbeitet seit mehreren Jahren zu verschiedenen Formen gewaltarmer Konfliktbewältigung (Mediation, Gewaltfreie Kommunikation, Restorative Justice), darunter auch im Kontext von »Justiz«. rehzimalzahn.blogsport.eu

Restorative Justice ist ein umfassender Ansatz, der darauf abzielt, die durch Verbrechen oder andere Missstände verursachten Schäden so weit wie möglich zu beheben. Anders als im Justizsystem liegt der Fokus nicht auf dem Täter und der rechtlich vorgesehenen Strafe. Ein Kernelement dieses opferorientierten Ansatzes ist das Zusammenbringen und aktive Beteiligen des Geschädigten, des Beschuldigten und möglicherweise indirekt betroffener Parteien.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung.

ABGESAGT Einführung in die Restorative Justice in BONN

19. März 2020
19:00bis22:00

19.03.  Alte VHS, näheres demnächst

Strafe und Alternativen in GÖTTINGEN

10. März 2020
19:00bis22:00

10.03. 19h Hausprojekt Obere Masch-Straße 10

Strafe und Alternativen in BREMEN

9. März 2020
19:30bis22:00

09.03. 19h30 Infoladen Paradox

 

Strafe und Alternativen in HALLE

6. März 2020
19:00bis22:00

6.3. 19h Hausprojekt R78, Reilstrasse 78, Näheres hier

ABGESAGT Strafe und Alternativen in BONN

17. März 2020
20:00bis23:00

Dienstag, 17. März, 20h @ Buchladen Le Sabot, Breite Straße 76, 53111 Bonn

 

Termine im März

Im März geht einiges zum Thema »Strafe & Alternativen«.

05.03. 19h-21h Buchvorstellung in SINGEN/Hohentwiel, Tafelrestaurant, Heinrich Weber Platz 2. (Näheres hier)

06.03. 19h Buchvorstellung in HALLE (Hausprojekt R78, Reilstrasse 78, Näheres hier)

09.03. 19h30 Buchvorstellung in BREMEN (Infoladen Paradox)

10.03. 19h Buchvorstellung in GÖTTINGEN Hausprojekt Obere Masch-Straße 10

11.03. 19h Film und anschl. Publikumsgespräch mit mir: »To Germany with love«, Filmpalette, Köln. Veranstaltet vom Friedensbildungswerk

Und dann kam Corona, folgende Veranstaltungen fallen aus bzw werden auf Oktober vertagt:

17.03. Buchvorstellung in BONN (20h, Buchladen Le Sabot, Breite Straße 76)

19.03. Einführung in die Restorative Justice in BONN (Alte VHS, näheres demnächst)

21./22.03 Workshop »Das Strafen überwinden«, Friedensbildungswerk, Köln. Nur mit Anmeldung.  Ganztägig.

Mithu Sanyal: eine Welt ohne Gefängnisse

Protokoll einer Diskussion zwischen uns. Mit Hinweis auf das Buch!

Eine Welt ohne Gefängnisse

Alle Menschen in Deutschland sind frei – außer den etwa 60.000 Häftlingen. Wäre die Gesellschaft eine bessere, wenn es keine Gefängnisse gäbe? Und was müssten wir alles ändern, um diese Utopie möglich zu machen?

Heute in der TAZ: https://taz.de/!5641422/

ABGESAGT WORKSHOP: Das Strafen überwinden.

21. März 2020
22. März 2020

Workshop zur Alltäglichkeit des Strafens und Restorative Justice als Alternative

Im FRIEDENSBILDUNGSWERK KÖLN

Sa 21. 03.und So 22.03 2020 / jeweils 10.00 – 17.30 Uhr/ 16 Ustd / Preis 120,- (80,-) / Anmeldung erforderlich / Kurs 81-R4

Dass wir strafen, erscheint uns als Selbstverständlichkeit. Manchmal erfüllt sie uns mit Unbehagen, aber wirklich in Frage stellen wir sie nicht. Dabei ist Strafe ist ein wichtiger Bestandteil von Herrschaft. Sie bedarf Institutionen, die sie ermöglichen und ausführen (Gerichte, Gefängnisse, Polizei) und sie setzt die herrschenden Regeln durch. Auch im Kleinen und im Privaten bedeutet zu strafen, dass sich ein Individuum über ein anderes erhebt, weil es sich (moralisch oder juristisch) »im Recht« sieht – sei es in der Erziehung oder in Beziehungen. Während einzelne Institutionen der Strafe (wie z.B. das Gefängnis oder auch die Züchtigung in der Schule) konjunkturell kritisiert werden, ist die Kritik der Strafe als solches eine Seltenheit. Doch Strafe, so Marshall Rosenberg, Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, ist „die Wurzel der Gewalt auf unserem Planeten.“ Sie sei „nutzlos und gefährlich“ findet die fanzösische Abolitionistin Catherine Baker, denn sie perpetuiert eine Gewaltspirale und verhindert friedliches Miteinander. Um einer friedlicheren und freieren Gesellschaft näher zu kommen, ist daher die Infragestellung von Bestrafung notwendig.

Wie aber kann es anders gehen? Welche Alternativen gibt es? 

Im ersten Teil erarbeiten wir gemeinsam, was Strafe eigentlich ist und warum wir sie einsetzen. Wir sprechen über unsere Erfahrung mit dem Strafen und Bestraft-werden, über die verschiedenen Kontexte des Strafens sowie über das Gefängnis und den gesellschaftlichen Strafapparat.
Im zweiten Teil geht es um Alternativen. Was braucht es, um ohne Gefängnis und ohne Strafe auszukommen? Verschiedene Modelle – Stichwort Restorative Justice, Transformative Justice – werden vorgestellt und je nach Zeitrahmen das ein oder andere in einfachen Übungen ausprobiert.

Dazu gibt es Inputs zu Geschichte und Theorie aus meinem Wissensschatz.

Begrenzt auf 12 Teilnehmende. Anmeldung beim Friedensbildungswerk